Forschungspreise
Die Forschungspreise
Informationen zu Eignung, förderfähiger Forschung und NominierungsverfahrenZweck der Stiftung nach § 2 Abs. 2 der Stiftungssatzung ist die regelmäßige Auslobung eines Forschungspreises für bereits publizierte oder zur Publikation eingereichte Forschungsvorhaben, insbesondere mit Blick auf die Ursachen von Glücksspielsucht und deren Bekämpfung sowie hinsichtlich des Verbraucherschutzes zur Erreichung der glücksspielrechtlichen Zielvorgaben in § 1 des Staatsvertrags zur Neuregulierung des Glücksspielwesens in Deutschland vom 1. Juli 2021 in seiner jeweils geltenden Fassung, wobei das Forschungsvorhaben das Erleben und die Akzeptanz der Glücksspielkundinnen und –Kunden miterfasst und mitberücksichtigt.
Nominierungsverfahren
Nominierungsberechtigung
Die Ausschreibung für den Preis richtet sich an Forschende akkreditierter akademischer Institutionen oder Universitäten in der EU oder den EFTA-Mitgliedsländern (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz).
Berechtigte Kandidaten sollten über nachgewiesene Fachkenntnisse im für den Forschungspreis relevanten Bereich verfügen. Diese Expertise lässt sich durch veröffentlichte Forschung, bedeutende Beiträge auf dem Gebiet oder andere relevante Indikatoren ihres Wissens und ihrer Erfahrung nachweisen.
Kriterien
Die Forschung muss
1) einen neuartigen akademischen Beitrag und
2) einen Beitrag zum öffentlichen Interesse am Glücksspiel im Sinne von Abschnitt 1 des deutschen zwischenstaatlichen Glücksspielvertrags 2021 leisten (GlüStV 2021).
- 1 GlüStV 2021 – Die Ziele des Staatsvertrags
des Staatsvertrags sind von gleicher Bedeutung,
- Die Entwicklung von Spielsucht und Wettsucht zu verhindern und die Voraussetzungen für einen wirksamen Kampf gegen die Sucht zu schaffen,
- den natürlichen Spielinstinkt der Bevölkerung in geordnete und überwachte Kanäle durch eine begrenzte Auswahl von Glücksspielen zu lenken, die eine geeignete Alternative zum unerlaubten Glücksspiel darstellen, und der Entwicklung und Verbreitung unerlaubter Glücksspiele auf Schwarzmärkten entgegenzuwirken,
- den Schutz von Minderjährigen und Spielern zu gewährleisten,
- sicherzustellen, dass Glücksspiele ordnungsgemäß durchgeführt werden, dass die Spieler vor betrügerischen Aktivitäten geschützt sind, dass die daraus resultierenden und begleitenden Straftaten im Zusammenhang mit Glücksspielen vermieden werden, und
- Bedrohungen für die Integrität des sportlichen Wettbewerbs bei der Organisation und Vermittlung von Sportwetten zu verhindern.
Um diese Ziele zu erreichen, werden differenzierte Maßnahmen für die einzelnen Formen des Glücksspiels geplant, um deren spezifische Sucht-, Betrugs-, Manipulations- und Kriminalitätsrisiken zu berücksichtigen.
Berechtigung des Autors
Um für den Deutschen Innovationspreis Glücksspielforschung oder den Deutschen Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung in Frage zu kommen, müssen die Nominierten von einer akademischen Forschungseinrichtung stammen, die in den EU- oder EFTA-Mitgliedsländern (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) ansässig ist (berechtigte Autoren). Dies stellt sicher, dass der Preis herausragende Wissenschaft in dieser Region ehrt und Innovation fördert.
Deutscher Innovationspreis Glücksspielforschung
Im Falle einer von einem Team durchgeführten Forschung können nur berechtigte Autoren ein anteiliges Preisgeld von 30 % erhalten, aber alle an der Studie beteiligten Autoren werden als Teil der Nominierung des Preises betrachtet (beitragende Autoren[1]).
Die nominierende Institution ist dafür verantwortlich, alle berechtigten und beitragenden Autoren zu identifizieren und die Verteilung des Preisgeldes unter den berechtigten Autoren und der Institution selbst zu koordinieren. Dazu gehört auch, die ausdrückliche Zustimmung aller beitragenden Autoren für die Nominierung einzuholen, bevor die Nominierung eingereicht wird.
Der Beitrag jedes Autors zur Forschung sollte klar dargelegt werden. Von berechtigten Autoren wird erwartet, dass sie einen wesentlichen Beitrag zur Konzeption, Methodik, Untersuchung und/oder Betreuung der Forschung geleistet haben.[2]
Autoren in jeder Phase ihrer Karriere können für den Preis nominiert werden.
70 % des Preisgeldes gehen an die einreichende wissenschaftliche Forschungseinrichtung.
Deutscher Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung
Der Deutsche Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung wird an berechtigte Autoren vergeben, die nicht älter als 10 Jahre nach Erhalt ihres Abschlusses (z. B. PhD, Master) sind, ausgenommen sind formale dokumentierte Beurlaubungen (z. B. medizinische Gründe, Elternzeit). Der Deutsche Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung und das zugehörige Preisgeld werden nur an Hauptautoren vergeben.
Institutionelle Nominierung
Die Forschung muss in einer akkreditierten wissenschaftlichen Institution der EU oder der EFTA-Mitgliedstaaten (Island, Liechtenstein, Norwegen, Schweiz) durchgeführt und nominiert werden, mit denen die Nominierten formell verbunden sind oder sind. Institutionen können auch postsekundäre Einrichtungen und gemeinnützige Organisationen mit Forschungsaufgabe umfassen. Dieses Kriterium unterstreicht das Engagement der Auszeichnung, höchste Standards an akademischer Integrität und Qualität zu wahren.
Im Rahmen des Deutschen Innovationspreises Glücksspielforschung ist die nominierende Institution verpflichtet, die Urheberschaft der nominierten Forschung und die Verteilung der Gutschriften unter den Autoren zu bestätigen.
Diese Unterstützung ist ein wichtiger Teil des Nominierungsprozesses und stellt sicher, dass der Preis die richtigen Personen für ihre Beiträge anerkennt. Er unterstreicht das Engagement des Preises, wissenschaftliche Integrität, Transparenz und Fairness bei der Anerkennung wissenschaftlicher Arbeit zu fördern.
Förderfähige Forschung
Die nominierte Forschung muss das Originalwerk der beitragenden Autoren sein. Der nominierte Artikel muss ein theoretisches, empirisches oder methodisches wissenschaftliches Papier sein, das auf Englisch verfasst wurde.
Es sollte sich um eine einzelne Studie oder eine eng verwandte Gruppe von Studien handeln, die in einer oder mehreren peer-reviewten wissenschaftlichen Publikationen zur Veröffentlichung zugelassen werden. Es wird erwartet, dass diese Arbeit normalerweise innerhalb der letzten fünf (5) Jahre vor der Bewerbungsphase veröffentlicht wurde.
Einreichung von Nominierungen
Der Nominierungsprozess ist darauf ausgelegt, eine umfassende und gründliche Überprüfung des Forschungsbeitrags der Nominierten sicherzustellen. Die Stiftung stellt auf ihrer Website eine Vorlage für Einreichungen einschließlich Wortbegrenzungen bereit. Sie umfasst die folgenden Komponenten:
- Forschungszusammenfassung:
Der Nominierende sollte eine Zusammenfassung der zu nominierten Forschungsarbeiten einreichen. Diese Zusammenfassung sollte die Ziele, Methodik, Ergebnisse und Auswirkungen der Forschung prägnant beschreiben. Es sollte zeigen, warum die Forschung innovativ ist. - Research Impact Statement:
Der Nominierende soll eine Erklärung abgeben, die beschreibt, wie die Forschung einen neuartigen akademischen Beitrag leistet. Dies kann Auswirkungen auf regulatorische Anforderungen für Verbraucherschutz, Suchtprävention, öffentliche Politik, Managementwissenschaft oder andere relevante Bereiche beinhalten, die Verbrauchern und/oder der Öffentlichkeit zugutekommen. - Relevanz für die Auszeichnung:
Der Nominierende sollte beschreiben, wie die Forschung den Zielen der Stiftung, sowie den Zielen von Abschnitt 1 des Deutschen Zwischenstaatlichen Glücksspielvertrags 2021 (GlüStV 2021) entspricht und zu deren Erreichung beiträgt. - Veröffentlichungsnachweis:
Als Nachweis für die Annahme der Forschung in einer peer-reviewten wissenschaftlichen Publikation sollte der Nominator eine Kopie des Annahmebescheids aus der relevanten wissenschaftlichen Zeitschrift oder Konferenz oder eine nachweisbare Zitation des veröffentlichten Artikels beilegen. - Autorendetails: Der Nominierende sollte Angaben zum Nominierten geben, einschließlich seiner Zugehörigkeit, akademischem Hintergrund und seiner Rolle in der Forschung. Wenn die Forschung von einem Team durchgeführt wurde, sollten Informationen über alle nominierten Autoren bereitgestellt werden.
- Institutionelle Unterstützung: Der Nominierende sollte von einem Empfehlungsschreiben eines hochrangigen Vertreters (z. B. Dekan/Vizedekan, Institutsdirektor, Präsident/Vizerektor) der nominierenden Institution begleitet werden, das die Unterstützung der Institution für die Nominierung bestätigt und die Integrität und Qualität der Forschung bestätigt.
Alle Nominierungsdokumente sollten auf Englisch eingereicht werden. Nominierende werden gebeten sicherzustellen, dass ihre Einreichung vollständig und gut vorbereitet ist, um eine vollständige Überprüfung zu ermöglichen.
[1] Beiträger sind nicht berechtigt, einen Teil des Preisgeldes zu erhalten, werden aber im Preis genannt.
[2] Siehe CRediT-Autorenstellung: https://www.elsevier.com/authors/policies-and-guidelines/credit-author-statement
Der Deutsche Innovationspreis Glücksspielforschung
Über den PreisFür den Deutschen Innovationspreis Glücksspielforschung können Autorinnen und Autoren in jeder Phase ihrer Karriere nominiert werden.
Einmal jährlich wird maximal ein Deutscher Innovationspreis Glücksspielforschung vergeben, der mit
EUR 200.000,-
dotiert ist.
Der Geldpreis wird aufgeteilt, wobei 70% an die nominierende Forschungsinstitution und 30% an die berechtigten Autoren/Forscher vergeben werden. Die Empfängerinstitution kann nach eigenem Ermessen Unterpreise vergeben. Der Forscherpreis wird den Studienautoren gemäß der in der Bewerbung abgegebenen Erklärung der Forschungsinstitution zugeteilt.
Ausschreibung Deutscher Innovationspreis Glücksspielforschung 2027:
Bitte beachten Sie folgende rechtsverbindliche Regelungen bevor Sie Unterlagen einreichen:
1. Die Bewilligung des Forschungspreises kann ganz oder teilweise mit Wirkung für die Vergangenheit oder für die Zukunft zurückgenommen werden, wenn sie auf falschen Tatsachen beruhte oder durch unzutreffende Angaben erlangt wurde.
2. Hat die Preisträgerin oder der Preisträger Leistungen ohne Rechtsgrund erhalten, besteht ein Rückzahlungsanspruch seitens der Deutschen Stiftung Glückspielforschung gGmbH. Erhaltene Leistungen sind unverzüglich zurückzuerstatten. Der Rückzahlungsanspruch besteht unabhängig davon, ob die durch den Forschungspreis gewährten Leistungen bereits ganz oder teilweise verwendet oder verbraucht worden sind.
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Der Deutsche Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung
Über den PreisFür den Nachwuchsforschungspreis können nur Autorinnen und Autoren nominiert werden, die nicht mehr als 10 Jahren nach Erhalt ihres Abschlusses (z. B. PhD, Master) wissenschaftlich tätig sind. Der Nachwuchsforschungspreis und das damit verbundene Preisgeld werden nur an Erstautoren vergeben.
Einmal jährlich werden bis zu drei „Deutsche Nachwuchsforschungspreise Glücksspielforschung“ vergeben, die mit jeweils
EUR 30.000,-
dotiert sind.
Die Nachwuchsforschungspreise werden jeweils an eine einzelne Person vergeben.
Ausschreibung Deutscher Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung 2027
Bitte beachten Sie folgende rechtsverbindliche Regelungen bevor Sie Unterlagen einreichen:
1. Die Bewilligung des Forschungspreises kann ganz oder teilweise mit Wirkung für die Vergangenheit oder für die Zukunft zurückgenommen werden, wenn sie auf falschen Tatsachen beruhte oder durch unzutreffende Angaben erlangt wurde.
2. Hat die Preisträgerin oder der Preisträger Leistungen ohne Rechtsgrund erhalten, besteht ein Rückzahlungsanspruch seitens der Deutschen Stiftung Glückspielforschung gGmbH. Erhaltene Leistungen sind unverzüglich zurückzuerstatten. Der Rückzahlungsanspruch besteht unabhängig davon, ob die durch den Forschungspreis gewährten Leistungen bereits ganz oder teilweise verwendet oder verbraucht worden sind.
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Preisträger Deutscher Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung 2026
Dr. Sebastian O. Schneider
Am 13. April 2026 hat die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung gGmbH im Rahmen eines Wissenschaftssymposiums im Literaturhaus München den
Deutschen Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung 2026 verliehen.
Von dem unabhängigen, international renommierten Wissenschaftlichen Beirat der Stiftung wurde
Sebastian O. Schneider
vom Max-Planck-Institut für Verhaltensökonomik, Bonn
auf Grund seiner wissenschaftlich herausragenden, innovativen Arbeit:
„Risk Preferences and Field Behavior: The Relevance of Higher-Order Risk Preferences“,
die im high-impact Journal American Economic Review publiziert wurde (https://doi.org/10.1257/aer.20211217),
als diesjährig einziger Preisträger ausgewählt.
Zum Inhalt der Publikation
Die Arbeit von Schneider & Sutter (2025) untersucht experimentell, wie Risikopräferenzen höherer Ordnung – insbesondere Prudenz (Vorsicht) und Temperanz (Risikostreuung) – mit tatsächlichem Verhalten im Alltag („field behavior“) zusammenhängen.
Die Autoren entwickeln neue experimentelle Methoden, um neben klassischer Risikoaversion auch höhere Risikopräferenzen präzise zu messen. In einem großen Experiment mit 658 Jugendlichen zeigen sie, dass diese Präferenzen systematisch mit realem Verhalten zusammenhängen – etwa mit Gesundheitsverhalten, Sucht (z. B. Smartphone-Nutzung), finanziellen Entscheidungen und Präventionsverhalten. Zentral ist ihr Befund, dass Prudenz und Temperanz oft deutlich bessere Prädiktoren für reales Verhalten sind als klassische Risikoaversion.
Bedeutung der Arbeit für die Glücksspielforschung
Die Studie hat mehrere wichtige, neue Implikationen für die Glücksspielforschung:
1. Erweiterung des Risikobegriffs
Glücksspielentscheidungen werden traditionell über Risikoaversion modelliert. Die Arbeit zeigt jedoch, dass dies zu gegebenenfalls kurz greift: Verhalten unter Unsicherheit hängt auch davon ab, wie Menschen Risiken verteilen (Temperanz) oder auf zukünftige Unsicherheit reagieren (Prudenz).
2. Erklärung inkonsistenter Befunde
In der Glücksspielforschung gibt es häufig widersprüchliche Ergebnisse zur Vorhersage von Spielverhalten durch Risikomaße. Die Autoren zeigen, dass diese Inkonsistenzen entstehen können, wenn höhere Risikopräferenzen ignoriert werden.
3. Besseres Verständnis von Suchtverhalten
Besonders relevant ist der Befund, dass Prudenz stark mit suchtähnlichem Verhalten (z. B. exzessive Nutzung, potenziell auch Glücksspiel) zusammenhängt, während Risikoaversion dies oft nicht ausreichend erklärt.
4. Messmethodische Konsequenzen
Gängige Umfragen zu „Risikobereitschaft“ erfassen laut Studie nicht nur Risikoaversion, sondern auch höhere Risikopräferenzen. Das erklärt, warum sie oft besser Glücksspielverhalten vorhersagen als Labormaße.
Insgesamt erweitert die Arbeit den Fokus der Glücksspielforschung von einem eindimensionalen Risikokonzept hin zu einem mehrdimensionalen Verständnis von Risikoentscheidungen. Sie liefert damit eine theoretisch und empirisch fundierte Grundlage, um Glücksspielverhalten – insbesondere problematisches oder süchtiges Spielen – differenzierter zu erklären.
Zum Preisträger
Sebastian O. Schneider ist Verhaltensökonom und leitet die Forschungsgruppe „Behavioral Economics and Data Science“ am Max-Planck-Institut für Verhaltensökonomik in Bonn. In seiner Arbeit untersucht er, wie Menschen unter Risiko und Unsicherheit entscheiden – mit Anwendungen von Finanz- und Gesundheitsthemen bis hin zu gesellschaftlich relevanten Fragen wie Suchtverhalten und Klimaschutz.
Er promovierte mit Auszeichnung in Ökonomie und verbindet in seiner Forschung experimentelle Methoden mit moderner Datenanalyse. Seine Arbeiten sind unter anderem im American Economic Review und im European Economic Review erschienen.
Neben seiner wissenschaftlichen Tätigkeit entwickelt Dr. Schneider neue Methoden und Software zur Messung von Risikoverhalten und berät internationale Forschungsprojekte.
Seine Forschung liefert wichtige Impulse für Politik, Wirtschaft und Gesellschaft – insbesondere im Umgang mit Unsicherheit, Risikoentscheidungen und Verhaltensänderungen.
Preisträgerin Deutscher Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung 2025
Dr. Lara Marie Rolvien
Am 28. April 2025 wurde der erste Deutsche Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung an Dr. Lara Marie Rolvien, Leiterin der Arbeitsgruppe E-Mental Health am Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf verliehen.
Die Studie „A Self-Guided Internet Based Intervention for the Reduction of Gambling Symptoms“, veröffentlicht 2024 in JAMA Network Open, untersucht die Wirksamkeit einer internetbasierten, selbstgeführten Selbsthilfeintervention zur Reduktion von Glücksspielproblemen.
Hintergrund
Viele Menschen mit problematischem Glücksspielverhalten suchen keine Hilfe – u.a. aus Scham, fehlender Information oder fehlenden Therapieangeboten. Online-Selbsthilfeprogramme könnten hier eine niedrigschwellige Alternative bieten.
Ziel
Untersucht wurde die Wirksamkeit eines erweiterten Online-Programms (auf Basis von kognitiver Verhaltenstherapie, metakognitivem Training, Akzeptanz- und Commitment-Therapie sowie motivationalem Interviewing) bei Personen mit Glücksspielproblemen.
Fazit
Die Studie zeigt, dass eine selbstgeführte Online-Intervention effektiv sein kann, um Glücksspielverhalten bei Personen mit Glücksspielproblemen, besonders bei motivierten Nutzern mit starker Belastung, zu verbessern. Die Ergebnisse stützen den Einsatz solcher digitalen Angebote zur Überwindung bestehender Versorgungslücken, auch gegebenenfalls als Spielerschutzinstrument für Spieler mit Glücksspielstörung im Übergang zu ambulanten oder stationären Therapieangeboten z.B. nach einer Spielersperre.
Die Deutsche Stiftung Glücksspielforschung gGmbH gratuliert Frau Dr. Rolvien sehr herzlich zur Entscheidung der wissenschaftlichen Fachjury, ihre exzellente und innovative Forschungsarbeit mit dem ersten Deutschen Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung zu prämieren!
Das Auswahlverfahren
Anforderungen an die Qualifikation des Beirats
Die Bewerbungen werden von einer international anerkannten wissenschaftlichen Jury („Jury“) in Form eines Beirats bewertet. Die Mitglieder des Beirats müssen über folgende Qualifikationen verfügen:
- Akademische Exzellenz: Die Mitglieder verfügen über einen starken akademischen Hintergrund und verfügen über einen Doktortitel oder eine gleichwertige Qualifikation in einem relevanten Bereich. Sie sollten für ihre eigenen wissenschaftlichen Beiträge bekannt sein, die durch ihre Forschungspublikationen und andere wissenschaftliche Aktivitäten belegt sind.
- Berufserfahrung: Die Mitglieder sollten über umfangreiche Erfahrungen in ihrem jeweiligen Forschungsgebiet verfügen. Dies sollte idealerweise jahrelange Forschung, Lehre oder Politikentwicklung in ihrem Bereich umfassen.
- Interdisziplinäres Verständnis: Angesichts der facettenreichen Natur der Glücksspielforschung, die Psychologie, Soziologie, Wirtschaft, öffentliche Gesundheit und andere Bereiche umfasst, sollten die Jurymitglieder unterschiedliche wissenschaftliche Disziplinen vertreten.
- Internationale Anerkennung: Die Mitglieder sollten über ihr eigenes Land hinaus anerkannt sein. Dies kann durch internationale Kooperationen, Positionen in internationalen Organisationen, Auszeichnungen von internationalen Gremien oder die Mitarbeit in den Redaktionsgremien internationaler Zeitschriften angezeigt werden.
- Ethisches Ansehen: Die Jurymitglieder sollten eine tadellose ethische Bilanz vorweisen können. Dazu gehören die Einhaltung von Standards für die wissenschaftliche Integrität, die Wahrung der Vertraulichkeit im Begutachtungsprozess und die Vermeidung von Interessenkonflikten.
Kriterien
Der Bewertungsrahmen besteht aus fünf Schlüsselkriterien, von denen angenommen werden kann, dass sie die wichtigsten Aspekte effektiver Forschung abdecken. Diese Kriterien bieten einen umfassenden und ausgewogenen Ansatz zur Bewertung der Qualität der für den Preis nominierten Forschung. Sie sollen die Tiefe und Breite des Forschungsbeitrags auf diesem Gebiet, die Neuheit und Strenge ihrer Methodik, die potenziellen gesellschaftlichen und politischen Auswirkungen ihrer Ergebnisse sowie die Ausrichtung auf die Ziele des Deutschen Nachwuchsforschungspreises Glücksspielforschung und der Stiftung hervorheben.
Relevanz für das Fachgebiet
Dieses Kriterium bewertet, wie eng die Forschung mit dem Bereich des Glücksspiels verbunden ist. Es wird untersucht, ob die Dissertation zentrale Themen, Herausforderungen oder Wissenslücken in diesen Bereichen behandelt. Eine ausgezeichnete Bewertung in dieser Kategorie würde Forschung darstellen, die einen bedeutenden Beitrag zu diesem Bereich leisten kann, indem sie kritische Fragen oder Themen anspricht und möglicherweise Regulierungen oder Interventionen im Zusammenhang mit den Zielen von Abschnitt 1 des Deutschen Zwischenstaatlichen Glücksspielvertrags 2021 (GlüStV 2021) leitet.
Innovation
Dies misst den Grad an Neuheit und Originalität in der Forschung. Sie untersucht, ob die Dissertation neue Theorien, Methoden oder Erkenntnisse in die Erforschung des Glücksspiels einführt. Es kann auch beurteilen, ob die Forschung einen einzigartigen Aspekt oder eine Perspektive behandelt, die noch nicht umfassend erforscht wurde. Forschung, die in dieser Kategorie sehr gut abschneidet, würde Neuland beschreiten und potenziell zu einem Paradigmenwechsel in der Art und Weise führen, wie Glücksspiel verstanden oder angegangen wird.
Wissenschaftliche Strenge
Dieses Kriterium bewertet die Qualität des Forschungsdesigns, der Methodik und der Analyse. Es wird geprüft, ob die Arbeit methodisch fundiert, die Ergebnisse robust sind und die Schlussfolgerungen gut durch die Evidenz gestützt sind. Eine ausgezeichnete Punktzahl in dieser Kategorie würde Forschung hervorheben, die Best Practices im Forschungsdesign und in der Methodik verkörpert.
Mögliche Auswirkungen
Dies bewertet das Potenzial der Forschung, einen bedeutenden Einfluss auf unser Verständnis von Glücksspiel, zur Prävention von Spielsucht oder zur Verbesserung des Verbraucherwohls zu haben. Sie untersucht, ob die Forschung die Politik leiten, Praktiken beeinflussen und/oder das Leben der Spieler, ihrer sozialen Kreise und der breiteren Gemeinschaft verbessern könnte. Forschung mit hoher Punktzahl in dieser Kategorie hätte klares, nachweisbares Potenzial, bedeutungsvolle, positive Veränderungen in der realen Welt zu bewirken, die über akademische Beiträge hinausgehen.
Ausrichtung auf die Mission und Werte der Stiftung
Eine ausgezeichnete Punktzahl in dieser Kategorie würde Forschung identifizieren, die eng mit der Mission und den Zielen der Stiftung verbunden ist und wesentlich dazu beiträgt (siehe https://deutsche-stiftung-gluecksspielforschung.de/en/), einschließlich der Ziele von § 1 GlüStV 2021.
Erste Überprüfung
Nach Erhalt der vollständigen Nominierungen führt jedes Jurymitglied eine erste Überprüfung jeder Nominierung durch. Diese Bewertung konzentriert sich auf Innovation, wissenschaftliche Strenge, die potenziellen Auswirkungen der Forschung und die Ausrichtung auf die Leitlinie der Stiftung.
Kandidatenliste
Nach der Erstbewertung trifft sich die Jury, um eine Shortlist möglicher Preisträger zusammenzustellen, die durch eine gemeinsame Bewertung der Einsendungen erreicht wird. In dieser Phase ist es das Ziel der Jury, alle Bewerbungen einzubeziehen, die ein legitimes Potenzial haben, als Anwärter auf die Auszeichnung zu gelten, um sicherzustellen, dass sie in die nächste Bewertungsphase einziehen.
Peer-Review der ausgewählten Kandidaten
Der Peer-Review-Prozess kann darin bestehen, die Meinungen und Einsichten externer Experten einzuholen, die im Bereich der Glücksspielforschung anerkannt sind, und/oder Fachexperten aus eng verwandten Disziplinen. Diese Experten, die nicht Teil der Jury sind, werden ad hoc auf Grundlage ihres Wissens und Verständnisses der spezifischen Forschungsbereiche ausgewählt, die die Jury noch nicht widerspiegelt.
Jeder Peer-Reviewer gibt eine Bewertung ab, die auf sein Fachgebiet zugeschnitten ist. Die Aufgabe ist es, die Einreichung im Detail zu prüfen und den wissenschaftlichen Wert, die Originalität und den innovativen Charakter der Forschung, die potenzielle Wirkung der Arbeit sowie die Eignung der Nominierten zu bewerten.
In der Bewertung wird von den Gutachtern erwartet, dass sie die besonderen Beiträge der nominierten Forschung erläutern und deren Relevanz und Anwendbarkeit für das größere Feld der Glücksspielforschung kommentieren. Sie werden außerdem gebeten, die Arbeit in einen breiteren wissenschaftlichen Kontext zu stellen, um der Jury zu helfen, ihre Bedeutung und mögliche Implikationen zu verstehen.
Die Rolle des Peer-Reviews ist beratender Natur und bietet ein umfassendes Verständnis des Werts und der potenziellen Auswirkungen der Arbeit auf das Feld. Die endgültige Entscheidung hängt jedoch von der kollektiven Bewertung der Jury ab, die entscheidet, welche Nominierung am besten mit dem Ziel des Deutschen Nachwuchsforschungspreises Glücksspielforschung übereinstimmt und am wichtigsten zum Fortschritt des Fachgebiets beiträgt.
Endgültige Beratung und Entscheidung
Nach dem Peer-Review-Prozess wird die Jury erneut zusammenkommen, um zu beraten und die endgültigen Gewinner zu bestimmen. Der Entscheidungsprozess ist ganzheitlich und berücksichtigt alle fünf Schlüsselkriterien.
Der Konsultationsprozess ist wie folgt festgelegt:
Um in der Finalrunde für potenzielle Preisträger berücksichtigt zu werden, muss die Nominierung einstimmig von der Jury genehmigt werden. Eine einstimmige Entscheidung bedeutet einen klaren Konsens aller Mitglieder der Jury über den Wert und die Bedeutung der Forschung.
In den abschließenden Sitzungen strebt die Jury eine einstimmige Entscheidung bei der Auswahl des Preisträgers an. Ist eine einstimmige Entscheidung nicht möglich, wird eine Mehrheitsentscheidung umgesetzt. Im Falle eines Unentschiedens, bei dem zwei oder mehr Nominierungen die gleiche Anzahl an Stimmen erhalten, wird ein Entscheidungsverfahren eingeleitet. Die Jury kann eine entscheidende Stimme eines externen Experten erhalten, der kein Mitglied der Jury ist. Diese Person muss eine ähnliche berufliche Qualifikation wie die Jury haben und kann nur die Bewerbungen berücksichtigen, für die er angefragt wurde.
Enthaltung
Es kann Situationen geben, in denen ein Jurymitglied sich beim Wählen enthält. Eine Enthaltung kann vorliegen, wenn ein Jurymitglied glaubt, keine unparteiische Entscheidung treffen zu können, etwa wenn ein Interessenkonflikt bei einer bestimmten Nominierung besteht, oder wenn ein Jurymitglied der Meinung ist, dass es nicht über ausreichende Fachkenntnisse verfügt, um eine bestimmte Nominierung angemessen zu beurteilen. Enthaltungen werden respektiert und zählen nicht in die Gesamtzahl der Stimmen. Die Entscheidung basiert auf den abgegebenen Stimmen der anderen Mitglieder. Mitglieder, die sich enthalten, können sich entscheiden, ihre Enthaltung zu beenden, wenn die verbleibenden Juroren die spezifische Nominierung, die zur Enthaltung geführt hat, aufheben.
Weitere Überlegungen
Überarbeitungen
Richtlinien und Verfahren werden bei Bedarf überprüft und überarbeitet, um sicherzustellen, dass sie weiterhin bewährte Praktiken widerspiegeln und die höchsten Standards an Fairness und Strenge aufrechterhalten, die mit dem Zweck des Deutschen Nachwuchsforschungspreises Glücksspielforschung übereinstimmen.
Vertraulichkeit und Transparenz
Die Jury des Deutschen Nachwuchsforschungspreises Glücksspielforschung setzt sich dafür ein, die Notwendigkeit der Vertraulichkeit zur Sicherstellung der Integrität des Bewertungsprozesses mit dem Wunsch nach Transparenz in seiner Arbeitsweise in Einklang zu bringen. Ziel ist es, Vertrauen und Glaubwürdigkeit aufzubauen und gleichzeitig die Privatsphäre der Nominierten und die Beratungen der Jury zu bewahren. Anfragen zu ausstehenden oder eingereichten Bewerbungen werden an das Management der Stiftung weitergeleitet.
Transparenz des Prozesses
Die allgemeine Struktur des Bewerbungsverfahrens ist öffentlich zugänglich, was die umfassende und objektive Natur des Verfahrens verdeutlicht. Um jedoch die Authentizität des Auswahlprozesses zu gewährleisten, werden Details der internen Diskussionen, Beratungen und Bewertungen der Jury vertraulich behandelt.
Vertraulichkeit im Peer-Review
Der Peer-Review-Prozess muss streng vertraulich gehalten werden, um einen offenen Austausch wissenschaftlicher Bewertungen und Meinungen zu ermöglichen. Diese Offenheit ist entscheidend, um eine umfassende und unparteiische Bewertung jeder Nominierung zu gewährleisten.
Vertraulichkeit der Nominierten
Die Vertraulichkeit der Namen der Nominierten und die spezifischen Forschungsdetails der Bewerbungen werden während des gesamten Prozesses gewahrt. Diese Sicherheitsmaßnahme dient dazu, die Privatsphäre aller Antragsteller zu schützen und mögliche externe Einflüsse auf den Prozess zu verhindern.
Geheimhaltungsvereinbarung
Jedes Mitglied der Jury, die externen Gutachter und das Verwaltungspersonal, das am Vergabeverfahren beteiligt ist, unterzeichnet eine Vertraulichkeitsvereinbarung. Diese Dokumente bekräftigen ihr Engagement für den Schutz der Privatsphäre und des geistigen Eigentums der Nominierten.
Bruch der Vertraulichkeit
Jede Verletzung der Vertraulichkeit wird mit größter Ernsthaftigkeit behandelt und umgehend untersucht. Jede Person, die gegen ihre Vertraulichkeitsvereinbarung verstoßen hat, kann aus ihrer Position entfernt werden und weitere Konsequenzen drohen.
Bekanntgabe der Preisträger
Nachdem die endgültige Entscheidung getroffen und die Gewinner informiert wurden, werden die Identität der Gewinner und eine allgemeine Begründung für ihre Auswahl veröffentlicht. Diese Offenlegung ermöglicht es der Stiftung, Exzellenz und Innovation in der Glücksspielforschung anzuerkennen und publik zu machen.
Erfolglose Nominierungen
Informationen über erfolglose Nominierungen, einschließlich der Identität der Nominierten, werden vertraulich behandelt. Im Interesse der Transparenz können jedoch aggregierte statistische Informationen zur Anzahl und zu den wichtigsten Forschungsbereichen der Nominierungen veröffentlicht werden.
Nicht erfolgreiche Nominierte sind herzlich eingeladen, sich in Zukunft erneut zu bewerben.
Bitte um Transparenz
Die Stiftung verpflichtet sich zur Offenheit und wird sich bemühen, Fragen zum Verfahren und zu den Vergabekriterien zu beantworten. Diese Antworten werden jedoch innerhalb der Grenzen liegen, die durch die Notwendigkeit gesetzt werden, die Privatsphäre der Nominierten zu respektieren und die Integrität des Prozesses zu wahren.
Protokoll der Sitzung
Protokolle aller Jurysitzungen werden geführt. Diese Protokolle dokumentieren die Verfahrenselemente der Sitzungen, einschließlich der anwesenden Mitglieder, der Hauptthemen und der allgemeinen Beschlüsse, ohne spezifische Details zu den Nominierungen oder den damit verbundenen Beratungen offenzulegen.
Das Protokoll wird allen Jurymitgliedern zur Verfügung gestellt, um ein gegenseitiges Verständnis und eine Einigung über das Verfahren sicherzustellen. Sie bleiben jedoch vertrauliche Dokumente, die weder der Öffentlichkeit noch den Nominierten zugänglich gemacht werden, um die Privatsphäre der Diskussion und die Integrität des Entscheidungsprozesses zu schützen.
In seltenen Fällen kann bei Transparenzproblemen auf offizielle Anfrage eine bearbeitete Version des Protokolls bereitgestellt werden, wobei vertrauliche und sensible Informationen weggelassen werden. Diese Entscheidung liegt im Ermessen der Jury und wird mit größter Sorgfalt getroffen, um das Gleichgewicht zwischen Transparenz und Vertraulichkeit zu wahren.
Diese Protokollrichtlinie unterstreicht das Engagement der Stiftung für Prozessintegrität, indem sie eine aufgezeichnete Entscheidungskette sicherstellt und gleichzeitig den offenen Austausch wissenschaftlicher Meinungen und Bewertungen gewährleistet, die Privatsphäre der Nominierten und die allgemeine Fairness des Vergabeverfahrens gewährleistet.
Die Jury der Forschungspreise
Dr. Brett Abarbanel
Professor
University of Nevada Las Vegas (UNLV), USA
Dr. David C. Hodgins
Professor
University of Calgary, Canada
Dr. Debi A. LaPlante
Professor
Harvard University, Boston, USA
Dr. Kahlil Philander
Professor
Washington State University, Seattle, USA
Bewerbungs- und Auswahlverfahren
Überblick über den Prozess von der Einreichung bis zur Preisverleihung-
Beginn der Bewerbungsphase 01.07.2026
-
Bewerbungsschluss 30.09.2026
-
Erstellung Short-List erste Novemberwoche 2026
-
Peer-review aller Short-List-Kandidaten bis 31.01.2027
-
Preisverleihung 06.04.2027
Benötigte Informationen
- Forschungszusammenfassung
- Institutionelle Befürwortung
- Lebenslauf des Hauptautors
- Motivationsschreiben (Erklärung zu den Auswirkungen auf die Glücksspielforschung, Relevanz für den Auftrag der Vergabe) - BESONDERS WICHTIG!
- Nachweis der Veröffentlichung
- Deklaration von potentiellen Interessenskonflikten
Beispiele für Dokumente
Datenschutzerklärung
Datenverarbeitung zum Zweck des Deutschen Innovationspreis Glücksspielforschung und des Deutschen Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung- Welche personenbezogenen Daten werden zu welchem Zweck verarbeitet?
Zur Durchführung des Forschungswettbewerbs „Deutscher Innovationspreis Glücksspielforschung“ und des „Nachwuchsforschungspreises“ verarbeiten wir personenbezogene Daten der Teilnehmer. Insbesondere werden die folgenden Daten erhoben:
Ihr Name; Ihre E-Mail-Adresse; Ihr akademischer Hintergrund; Ihre Berufserfahrung; Ihr persönlicher Forschungsbeitrag; der Name der einreichenden Forschungseinrichtung; der Name des Ansprechpartners der einreichenden Forschungseinrichtung; Namen der Verfasser des Empfehlungsschreibens; Alle weiteren persönlichen Daten (insbesondere Lebenslauf, Publikationsliste und andere relevante Indikatoren für den Nachweis von Expertise), die Sie bei Ihrer Einreichung angeben; Zeitraum in dem Sie nach Erhalt Ihres Abschlusses wissenschaftlich tätig sind (nur für den Deutschen Nachwuchspreis Glücksspielforschung).
Wenn Sie einen Forschungspreis für ein bestimmtes Jahr gewinnen, werden Ihr Name sowie Informationen über Ihre Forschung auf unserer Website veröffentlicht.
- Auf welcher Rechtsgrundlage werden diese Daten verarbeitet?
Die Verarbeitung der Daten erfolgt auf der Grundlage von Art. 6 Abs. 1 lit. b DSGVO. Die Verarbeitung einschließlich der Veröffentlichung Ihres Namens und von Informationen über Ihre Forschung (falls Sie einen Forschungspreis gewinnen sollten) ist für die Erfüllung des Vertrags (d. h. die Teilnahme am Forschungswettbewerb) zwischen dem Teilnehmer und uns erforderlich.
- Gibt es neben dem für die Datenverarbeitung Verantwortlichen weitere Empfänger der personenbezogenen Daten?
Ihre Einreichung (und alle darin enthaltenen personenbezogenen Daten) wird an die folgenden Empfänger weitergegeben:
- die Jury,
- andere Wissenschaftler, die am Peer-Review-Verfahren oder die am Tie-Braker-Verfahren als externe Prüfer beteiligt sind.
- Wie lange werden die Daten gespeichert?
Die Daten aller Teilnehmer werden bis 3 Jahre nach Bekanntgabe des Preisträgers für das jeweilige Jahr gespeichert.
Eine Auflistung der Preisträger (Name und Forschung) wird auf unserer Website veröffentlicht und abrufbar sein, solange der Deutsche Innovationspreis Glücksspielforschung oder der Deutsche Nachwuchsforschungspreis Glücksspielforschung vergeben werden.
Die ausführliche Datenschutzerklärung inklusive aller Rechte finden Sie unter: